Dubn dubn dubn dubb teih! Wie bitte? Dubn dubn dubn dubb teih! So schwingt der Schwabe, oder genauer: so swingt der Schwabe. Oder noch exakter: so kann auch der Pfälzer jazzig Musik machen, wenn er bei einem Schwaben - nämlich Hans-Günther Kölz - den workshop "Moderne Akkordeonstilistik" besucht hat (na ja, er sollte danach zumindest ein bissel mehr Ahnung davon haben). Daniela, Monika, Thorsten und Rolf - alle Wiederholungstäter - waren dabei in Bellheim am 18./19.9., um zusammen mit rund 30 Gleichgesinnten bei der Musiker-, Komponisten- und Arrangeurlegende HGK mal wieder Nachhilfe zunehmen. Wie immer wurde keiner enttäuscht, man nimmt schon jede Menge Tipps, Tricks, Ideen und vor allem Motivation mit in den "Orchester-Alltag". Kurz vor unserem Konzert war das bestimmt kein schlechtes Doping.
Auffallend: neben vielen alten Hasen waren auch etliche junge Spieler mit von der Partie. Denn Angst vor falschen Tönen braucht bestimmt niemand zu haben. Hans-Günther Kölz ist ein ganz sympathischer, der Vergreifer grundsätzlich als "unterschiedliche Angebote" wertet und garantiert irgendeine Lehrmethode auspackt, um das Unmögliche möglich zu machen. Was in der Regel auch klappt und notfalls hilft eine Anekdote:" Ein Bassist las jahrelang die Bassnoten nach dem Violinschlüssel. Das habe niemand gehört, denn der Schlagzeuger sei immer so laut." Na siehste.
Aber bitte nicht falsch verstehen: trotz allem Spaß und aller Lockerheit - bei diesen Seminaren wird richtig geübt, gezweifelt, geprobt, geschüttelt (den Kopf), gelernt. Aber eben von allen vom Jugendakkordeonisten bis zum Freak. Ganz nebenbei ist das auch etwas für kleine Geldbeutel. Der Landesverband übernimmt in der Regel das Essen, der HHC die Kursgebühr und er gibt noch einen Zuschuss für die Unterkunft (stimmt doch Wendelin, oder nicht?).
Ach ja: Dubn dubn dubn dubb teih sind Silben, durch die man beim simplen Nachsprechen so Dauerthemen wie ternäres Spielen oder off-beats besser schnallt.
Lust bekommen?