22.08.2010

Es muss nicht immer Orgel sein

Das HHC-Duo Monika Keller und Rolf Dörner gestaltete einen Taufgottesdienst mit, in der Prot. Kirche Limburgerhof

"Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt. Soll ich etwas ansagen oder hört man Sie, wenn Sie einfach anfangen zu spielen?" Limburgerhofs Protestantische Pfarrerin Martina Kompa war sich der Sache nicht sicher, ob zwei Akkordeons ohne Verstärker ein ganzes Kirchenschiff füllen. Das Akkordeon-Duo des HHC Mutterstadt, Monika Keller und Rolf Dörner, dagegen schon, und tatsächlich war nach den ersten Takten beim Eröffnungsstück des Taufgottesdienstes am 22. August schnell Ruhe eingekehrt. Was bestimmt auch daran lag, dass - wie etliche Kirchenbesucher später lobten - einmal ganz andere Musik zu hören war. "Überrascht über die Klangfülle und Möglichkeiten der Instrumente", "angetan und angenehm", "sehr schön" lauteten die Kommentare. Die Begleitung dreier Kirchenlieder, aber auch die musikalische Umrahmung durch zwei gefühlvolle irische Weisen und eine romantische Rock-Ballade von Thomas Ott hatten wohl die Stimmung richtig getroffen.

Taufgottesdienst

Für eine kurzfristige Entscheidung zur Aushilfe und zwei schnelle Proben also ein stattliches Ergebnis: einer befreundeten Einrichtung einen Stein in den Garten geworfen, ein bissel für Instrument und Verein geworben, das spontane (und ebenso spontan angenommene) Angebot der Kirchengemeinde, doch einmal einen ganzen Gottesdienst komplett ohne Orgel zu bestreiten, und eine Pfarrerin, die von Akkordeonmusik an diesem Sonntag nicht genug bekommen konnte und sich samt Gatten beim HHC-Orchester-Kontrastprogramm am Nachmittag auf der Mutterstadter Kerwe offensichtlich auch gut unterhielt.

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