13.06.2009
Handharmonika-Club zu Gast in Oignies
Ein Ensemble des 1. Handharmonika-Clubs Mutterstadt e.V. beteiligte sich in Mutterstadts französischer Partnergemeinde Oignies an einem "Concert Spectacle", das anlässlich einer viertägigen Bürgerreise des Murtterstadter Partnerschaftsvereins am Samstag, 13. Juni 2009 im Salle Jazzy stattfand. Am Programm wirkte auch die "Harmonie Municipale d'Oignies" (Blaskapelle der örtlichen Musikschule) und die Volkstanzgruppe des Historischen Vereins Mutterstadt mit.

Der Handharmonika-Clubs spielte mit sechs Akkordeons, ganz ohne Begleitinstrumente und fast ohne Technik die konzertanten Titel "Fantasie über Parlez-moi d'amour", "Moz-Art", "Fantasia Veneziana" und "Tarantella arrabiata" sowie als Duo "Morgenstimmung am Bodensee" und "Belle Epoche". Die rund 100 deutschen und französischen Zuhörer waren begeistert und überrascht vom virtuosen Spiel und vom ungewohnten Klang der Akkordeons. Nach kräftigem Applaus folgte der Ruf nach Zugabe, dem die Spieler gerne folgten.

Die mit etwa 40 Musikern jeden Alters besetzte und reich instrumentierte Blaskapelle spielte ein flottes Programm mit Medleys französischer Komponisten sowie Mozarts "Salzburger Impressionen". Beim argentinischen Tango "Oblivion" von Astor Piazzola übernahm eine Solo-Klarinette die Bandoneon-Stimme. Dies war für die HHCler besonders interessant, denn auch sie hatten das Stück beim vereinseigenen Konzert 2006 bereits gespielt.

Die Volkstanzgruppe in ihren Biedermeier-Kostümen zeigte mit "Kleiner Ländler", "Die Frische", "Menuettwalzer", "Kleiner Figaro" und als Zugabe den "Lauterbacher" fünf historische Tänze.
Am Rande der Veranstaltung kamen sich die Musiker aus Mutterstadt und Vertreter der Oignieser Blaskapelle schnell näher und äußerten beiderseits den Wunsch, wieder einmal gemeinsam aufzutreten. Als Visitenkarte überreichte Vorsitzender Wendelin Magin eine CD vom Jubiläumskonzert nebst Festschrift und Jubiläumswein sowie als Symbol für Freundschaft ein pfälzer Dubbeglas, aus dem man meist gemeinsam trinken sollte.
Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Hans-Dieter Kuch, lud zu einem Gegenbesuch nach Mutterstadt ein und warb mit den Sehenswürdigkeiten der Pfalz.

Das Foto zeigt auf der Bühne (v.l.n.r.) Monika Keller, Dr. Martina Gerber, Gertrud Heberger, Gunther Holzwarth, Rolf Dörner und Wendelin Magin. Davor steht Serge Debuisson, vom Partnerschaftsverein Oignies sowie Organisator und Moderator der Veranstaltung.
Inspiriert von den Erlebnissen fasste Vorsitzender Wendelin Magin das Wochenende in Versform zusammen:
Unser HHC-Ensemble wollt' nach Oignies,
da sollt's eigentlich nie "hie"
schon gar nicht über Lille
wo kein Mensch hin will
Abends schlotterten die Knie.
Hätt' bloß s'Navi nicht g'sponnen,
wir hätten leicht und besonnen,
nicht über'n Platz vorm Rathaus
- beim dritten Mal war eh die Luft raus -
den vollen Überblick gewonnen...
Zum Glück ist alles gut gegangen,
das Publikum von unserem Spiel gefangen,
verwegen eine Zugabe fordert,
s'war überhaupt keine geordert,
uns glühten schön heiß die Wangen!
Pressespiegel: (Voix Du Nord vom 17.06.09):
(Tageszeitung „Voix Du Nord“ – Stimme des Nordens, vom 17. Juni 2009)
Ein schöner deutsch-französischer Abend
Am Samstagabend hat ein begeistertes und entzücktes Publikum im Michel-Jazy-Saal dem Handharmonika-Club und der Volkstanzgruppe aus Mutterstadt herzlich applaudiert.
Dieser Abend, der vom Verein für deutsch-französische Freundschaft organisiert worden war, begann mit einer Darbietung der Musikanten der „Harmonie der Gemeinde von Oignies" (HMO), die vor allem Potpourris von Liedern von Fugain, Gainsbourg und Polnareff darboten.
Die Akkordeonspieler aus Mutterstadt nahmen danach auf der Bühne Platz. Unter der Leitung von Wendelin Magin zeigten die Akkordeonspieler ein hervorragendes Programm von großer musikalischer Qualität. „Die Tarantella arrabiata" wurde nochmals als Zugabe gespielt — ganz zu recht, wie der inzwischen zum Zuhörer gewordene Chef der HMO , Philippe Abraham, am Ende diese Stückes bekannte.
Angeführt von Eva-Maria Auer präsentierte anschließend die Volkstanzgruppe Tänze aus dem 19. Jahrhundert, die die Liebesbeziehungen jüngerer Leute zeigten. Mit offensichtlichem Vergnügen nahm zum Schluss das Publikum die Einladung zum Mitmachen an und spielte das Spiel mit.
Einladung nach Mutterstadt
Nach langem und herzlichem Applaus des begeisterten Saales hat Hans Dieter Kuch die Leute von Oignies eingeladen, Mutterstadt zu entdecken. Vorher hatte der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Mutterstadt-Oignies seinem Kollegen aus Oignies die Zufriedenheit seiner Freunde zum Ausdruck gebracht. Diese hatten an Führungen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde teilgenommen und das Minenmuseum und die reichhaltige Sammlung der Bahnpost (l'ACAPF) bewundern können.
(Übersetzung: Angelika Lukas-Börgmann)
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Letzte Änderung: 13.07.2009